Heuwinkel mit Benediktenwand   (4,0 bei 9 Bewertungen)    betrachtet: 4232x
vorheriges Panorama
nächstes Panorama
Details / LegendeDetails / Legende Marker ein / ausMarker ein / aus Übersicht ein / ausÜbersicht ein / aus   
 Durchlauf:   zum ersten Punkt zum vorherigen Punkt Durchlauf abbrechen
Durchlauf starten
Durchlauf anhalten
zum nächsten Punkt zum letzten Punkt
  verkleinern
 

Legende

1 Brauneck 1555 m
2 Buchauerkopf 1225 m
3 Stangeneck 1646 m
4 Vorderer Kirchstein 1670 m
5 Latschenkopf 1712 m
6 Hennenkopf 1613 m
7 Achselköpfe 1709 m
8 Gipgfelkreuz
9 Benediktenwand 1801 m; 18 km
10 Schwarzenbergkopf 1233m
11 Glaswand 1496 m
12 Heuwinkelkapelle
13 Pessenbacher Schneid 1270 m
14 Schwarzeck 1527 m
15 Rabenkopf 1555 m
16 Hirschhörnlkopf 1514 m

Details

Aufnahmestandort: Iffeldorf (615 m)      Fotografiert von: Johann Ilmberger
Gebiet: Bayerische Voralpen      Datum: 11.04.2009
Dieses Pano zeigt den Blick über den Heuwinkelkapelle zur Benediktenwand. Mein Standort ist ca. 150 m Luftlinie von mir Zuhause entfernt. Das noch zu erkennende Gipfelkreuz kann man auf dem Original ganz deutlich sehen.

Es entstand aus 12 Querformataufnahmen mit einer Brennweite von 420 mm.

Leider ist es halt wieder nur ein Pano von "unten" nach "oben". Wegen meine zweiten Knieoperation geht es halt noch nicht hinauf in die Berge. Wenn ich es zu P-P schieben soll lasst es mich bitte wissen.



Ein wenig Geschichtliches zur Heuwinkelkapelle:

Östlich von Iffeldorf führt eine alte Kastanienallee zur ,,Heuwinklkapelle" hinauf. Der kleine Rundbau mit Kuppel und zwei Zwiebeltürmchen wurde 1698-1701 im Auftrag des Wessobrunner Abtes Virgil Dallmayr von Klosterbaumeister Johann Schmuzer (1642-1701) auf der Flur beim ,,Hey Bichl" errichtet. Den Anlaß dazu gab eine spätgotische Marienstatue, die bis 1615 auf dem damaligen Hochaltar der Pfarrkirche gestanden hatte. Nachdem die Madonna bei Restaurierungsarbeiten entfernt worden war, geriet sie bald in Vergessenheit. Erst zwei Generationen später ließ Pfarrer Bartholomäus Wölz das Bildnis der Lieben Frau im Jahre 1672 auf dem ,,Hey Bichl" in einer hohlen Eiche zur Verehrung aussetzen. Der Wessobrunner Chronist Coelestin Leutner berichtet in seiner Klostergeschichte, daß sich dort immer mehr fromme Beter einfanden. Ab 1690 versammelten sich die Marienpilger dann in einer hölzernen Kapelle.

Die Gebetsstätte wurde im wallfahrtseifrigen Barockzeitalter bald zu klein. Deshalb erfolgte am 21. November 1698, dem damaligen Gedenktag "Mariä Opferung", die Grundsteinlegung zur jetzigen Kirche durch Abt Virgil Dallmayr von Wessobrunn. - Zwischen dem Kloster und der Hofmark Iffeldorf gab es seit 1653 enge Beziehungen. Nach dem verheerenden Dreißigjährigen Krieg war Freiherr Wolfgang Karl von lffeldorf gezwungen, die gesamte Hofmark der Abtei Wessobrunn zu verkaufen. Doch Priester aus dem Weltklerus betreuten weiterhin die Pfarrei. Unter ihnen erwarb sich Pfarrer Urban Schwaiger (1695-1743), der 48 Jahre an den Osterseen wirkte, große Verdienste. Er wird als Seelsorger ,,mit heiligem Eifer" geschildert und zugleich als engagierter Bauherr, dem die Gemeinde Wallfahrtskapelle und Pfarrkirche zu verdanken hat. Wenige Wochen nach Grundsteinlegung der Heuwinklkapelle brach nachts im Dorf ein Großfeuer aus, das die gotische Pfarrkirche und mehrere Wohngebäude zerstörte. Trotz dieser Katastrophe wurde am Bau des Marienheiligtums festgehalten, ein Zeichen tiefer Gläubigkeit. Darauf weisen auch die zwei Votivtafeln (links und rechts der Orgelempore) hin, die den Brand des Dorfes 1698 und die feierliche Konsekration der Kapelle am 13. September 1701 durch den Augsburger Weihbischof Eglof Freiherr von Westernach offenkundig miteinander in Verbindung bringen.

Während des 18. Jh. haben Wessobrunner Meister das Marienheiligtum mit reichem Rocaille-Stuck ausgestattet. Dem Geschmack der Zeit entsprechend, ließ man um 1890 die zwiebelförmige Kuppel durch ein schlichtes Zeltdach ersetzen. Erst 1952 gelang es Pfarrer Heinrich Detzel unter Leitung des ortsansässigen Dipl.-lng. und Architekten Hans Noris und mit tatkräftiger Unterstützung der Firma Held und Franke, München, die ursprüngliche Dachform wiederherzustellen.

Bewertung

Aktuelle Bewertung:  (4,000 bei 9 Bewertungen, Score: 3,800)
Meine Bewertung:  Um ein Panorama bewerten zu können oder ihre abgegebene Bewertung zu sehen, müssen Sie sich zunächst einloggen

Kommentare

Ein wenig Geschichte... ;) 
ja, ja Hans wenn Du so weiter machst, Deine Heimat zu zeigen mache ich, samt Familie, bei Dir Urlaub ;-) ( obwohl ich kein Marienfan bin ). Super Pano! Behüt Dich Gott, Christian
14.04.2009 11:01, Christian Hönig
Eindrucksvoller und ausdrucksstärker geht's nicht ! Das ist Bayern.... Servus HJ
14.04.2009 11:29, Hans-Jürgen Bayer
Dein Pano "von unten"... 
...bringt dafür die Verbindung von Frühling und Winter in hervorragender Weise zum Ausdruck. Hoffentlich kannst du auch bald wieder von etwas weiter oben panoramisieren, das wünscht dir jedenfalls herzlich! Fredy
14.04.2009 17:59, Fredy Haubenschmid
Frühlingsidyll 
so ist Oberbayern von der schönsten Seite. Weiter gute Besserung LG Alexander
15.04.2009 08:37, Alexander Von Mackensen
gelungene Kombination... 
von Berg-Tal, Frühling-Schnee, Heimatkultur; technisch einwandfrei! LG Gerald
15.04.2009 08:53, Gerald Winkler
Great colors!
15.04.2009 21:54, Stefano Caldera
hier könnte es mir auch gefallen ... 
... bin aber auch mit meinem Zuhause im Hegau zufieden.
Eine wundervolle Stimmung, gefällt mir sehr gut
16.04.2009 18:58, Peter Bartel

Kommentar schreiben


Johann Ilmberger

Weitere Panoramen

... in der Umgebung 
... aus den Top 100