Angeregt durch Heinz Höra's "Gornergletscher 2011" hier eine ergänzende Ansicht 4 Jahre später. Sonst starrt man hier gebannt auf die Gipfel - durch das schlechte Wetter wird der Blick auf die schwindenden Gletscher gelenkt. Hier sieht man besonders deutlich, daß der untere Gornergletscher heute zum weit überwiegenden Anteil vom Grenzgletscher gespeist wird - die Verbindung zum oberen Gornergletscher ist fast unterbrochen, man überquert auf dem Hüttenweg zur oder von der Neuen Monte Rosa Hütte nur spärliche, schuttbedeckte Reste.
Ansonsten ist der Anstieg hier auf dem Rückweg von der Hütte eine Qual. Man hat die Eispassage und die leicht exponierte Leiter, die eine 20-30m hohe Felsstufe überbrückt, an der früher wohl mal Eis war, hinter sich. Statt bergab ins Tal geht es aber bergauf. Gerade mit dem Monte Rosa in den Knochen 2016 war das nicht toll. Noch ärger werden die letzten Meter hinauf zur Station "Rotenboden" der Gornergratbahn. Und am ärgsten sind die 40 Franken, die einem dort für die 10-minütige Talfahrt nach Zermatt abgeknöpft werden. An dem gezeigten Tag in 2015 schloss ich mich daher der Fraktion unserer kleinen Gruppe an, die (geizig und prinzipientreu) steil zu Fuß nach Zermatt abstieg. Der weniger prinzipientreuen, tendenziell bequemen, aber doch leistungsfähigen Jugend wurde ein Deal vorgeschlagen: Wer lief, bekam die halbe Ersparnis ausgezahlt. Das half ;-)
Sehr irritierend auch der sommerliche Blick auf den Schwärzegletscher. Kaum zu glauben, daß man da im Frühjahr genussreich vom Schwarztor mit Ski runterkommt...
Olympus OM-D E-M10
M.Zuiko 14-42 EZ @14mm (=28mm KB)
22 HF RAW, ISO 200, 1/1250, f11
Lightroom CC, Autopano Giga 4.4.1, IrfanView
|
 |
Kommentare
PS: ich habe übrigens auch noch zwei Panos aus dem Jahr 1983 vom Gornergletscher hier gezeigt ... sowie eines aus der Zeit um 1900. Was zum Vergleichen ....
Hier die Nummern auf a-p: 29130, 23249, 20583 zum schnelleren Finden.
Richtig überrascht war ich vom Beginn, zeigt er doch aus dieser Perspektive eindrücklich, wie der obere Teil es gerade noch schafft an den unteren heranzukommen - ganz im Gegensatz zum breiten Strom des Grenzgletschers. Eine besondere Wirkung hat auch der aus dem Bild herausführende Weg.
Martin, mit der Schilderung eures Umgangs mit der Gornergratbahn hast Du mich daran erinnert, wie auch wir vor 25 Jahren vom Gletscher kommend die Bahn rechts liegen gelassen haben und lieber den steilen Abstieg genommen haben. Dabei haben wir aber am Wege noch schön Gemsen und auf Gagenhaupt ein ganzes Rudel junger Steinböcke beobachten können http://www.fotocommunity.de/photo/steinboecke-auf-gagenhaupt-heinz-hoera/3956349.
VG, Danko.
Kommentar schreiben