.. gibt es zur Genüge, vor allem im nördlichen Teil, in der "Arena" rund um die Aiguille Verte. Allesamt sind sie anspruchsvoll und nur selten bestiegen.
Bei unserer Reise ins Gebiet der Couvercle-Hütte konnten wir mit der Besteigung der „Les Courtes“ einen ersten richtigen Höhepunkt setzen! Neben der Verte und der Droites ist sie zwar der niedrigste Gipfel im Gratkamm, aber zugleich auch das einfachste Tourenziel (zumindest was den Normalweg betrifft).
Trotz, dass wir früh in der Saison gekommen waren, zeigten sich die Firnbedingungen in den Couloirs und Bergschründen bereits sehr delikat. An den geplanten Normalweg auf die Droites war nicht zu denken, war doch die Eisroute einer Steinschlagrinne gewichen, die laufend Steinbrocken und Schutt auf den Gletscher beförderte. Die dahinter liegende Courtes war schlecht einsehbar von der Hütte, dennoch entschieden wir einmal einen Versuch zu starten.
Um drei Uhr war Aufbruch und ein erheblicher Abstieg auf den Gletscher und ein langer Marsch in den Talèfre-Kessel folgten. Im Morgengrauen erkannten wir dort, dass das äußerst linke Südflankencouloir noch intakt war und ein Aufstieg auf den Gratgipfel der Courtes somit möglich sein konnte. Stundenlang zog sich der Anstieg, der einige steile Firnrinnen und -rippen quert und zu einem Gratsattel leitet. Hier fallen die Blicke zwischen den Steigeisen direkt in die Nordwände des Argentière-Kessel auf der anderen Seite.. :-)
Auch die letzten 150 Höhenmeter waren noch steil und fordernd: wir benötigten im blanken Eis des Grataufschwungs Eisschrauben, mussten schmale Granitzacken überklettern und im Finale eine kurze und teils überwechtete Firnleiter emporsteigen. Ein sehr exklusives Gipfelgefühl in dieser wilden und ursprünglichen Berglandschaft – wenn man bedenkt, dass alle übrigen Routen kaum mehr begehbar sind!
Leider konnten wir uns nicht zu lange ausruhen, es war bereits sonnig in der Südflanke und im oberen Teil kullerten die ersten Steine. Außerdem sollte auch der Rückweg noch einmal fast genauso lange dauern.
Es wurde also eine eindrucksvolle, aber ebenso stramme Tour und ein kleiner Vorgeschmack dessen, was uns zum Ende der Woche an unserem Traumziel „Aiguille Verte“ erwarten sollte…
Sony RX100 III mit 10mm (27mm)
F4, 1/250 sek.
Hans-Jürgen Bayer, Michael Bodenstedt, Peter Brandt, Jörg Braukmann, Klaus Brückner, Hans-Jörg Bäuerle, Günter Diez, Manfred Hainz, Matthias Knapp, Martin Kraus, Thomas Ludwig, Wilfried Malz, Matthias Matthey, Gianluca Moroni, Niels Müller-Warmuth, Danko Rihter, Patrick Runggaldier, Bruno Schlenker, Christoph Seger, Björn Sothmann, Konrad Sus, Jens Vischer, Benjamin Vogel, Alexander Von Mackensen, Gerald Wetzel
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Kommentare
Das Erreichen solcher Gipfel ist halt auch nur der halbe Weg bis zur Rückkehr zum Ausgangsort, wie du auch erwähnst.
Herzliche Grüße
Hans-Jörg
VG Danko.
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