Neu aufgelegt: Glockner im Gegenlicht von 1983   (4,0 bei 23 Bewertungen)    betrachtet: 680x
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Legende

1 Hoher Sadning 2745 m
2 Schwarzwand 2683 m
3 Franz-Josef-Höhe
4 Alwitzsch 2847 m
5 Sandersee
6 Hoher Bretterkopf 3078 m
7 Karlkamp 3114 m
8 Georgskopf 3070 m
9 Petzeck 3283 m
10 Schwertkopf 3099 m
11 Kellerberg SO-Gipfel 3219 m
12 Kellersberg Hauptgipfel 3276 m
13 Hofmannkees
14 Hohenwartkopf 3308 m
15 Pasterzengletscher
16 Adlersruhe 3471 m
17 Glocknerkees
18 Kleiner Burgstall
19 Pallavicinirinne
20 Kleinglockner 3770 m
21 Großglockner 3798 m
22 Glocknerhorn 3680 m
23 Teufelshorn 3680 m
24 Glocknerbiwak
25 Glocknerwand 3721 m
26 Pallavicini Wächte
27 Teufelskampkees
28 Mittlerer Burgstall
29 Teufelskamp 3511 m
30 Romariswandköpfe 3511 m
31 Schneewinkelkopf 3476 m
32 Eiskögele 3426 m
33 Johannisberg 3453 m
34 Oberster Pasterzenboden
35 Hohe Riffl 3338 m

Details

Aufnahmestandort: Oberwalderhütte (2973 m)      Fotografiert von: Alexander Von Mackensen
Gebiet: Glocknergruppe      Datum: September 1983
Jetzt habe ich die Bilder neu eingescannt, rechts ein Bild dazugenommen. In der Verarbeitung habe ich mit Lightroom den Kontrastumfang sowie die Schärfe noch verfeinert. Hier habe ich immer ein Problemchen: im PC wirken die Fotos immer schärfer als später in der Wiedergabe im Internet, woran liegt denn das? Im Folgenden jetzt der Originaltext - nur stellenweise ergänzt:

Dies ist das zweite Bild von diesem Glocknertag. Jetzt im Gegenlicht ließ sich der Dunst nicht mehr leugnen und trübte den Himmel ein. Dadurch wurde der Glockner fast zum Scherenschnitt. Während sich am Promenadeweg oberhalb der Franz-Josef-Höhe noch die Massentouristen tummeln und die fetten Murmeltiere füttern, ist weiter oben am Gletscher fast niemand mehr unterwegs. 1983 war das erste Jahr mit einem richtig heißen Sommer, dementsprechend hoch lag die Firnlinie, doch einige Tage vor diesen beiden Panoramen hatte Neuschnee die Gletscher wieder "geweißelt". Im Vergleich zu den heutigen Bildern ist der Gletscherschwund schon beängstlich (Vergleich Pano Nr. 31136 aus 2016); sollte Herr Trump auch einmal sehen ...

4 QF Aufnahmen mit OM2 auf Fujichrome 100, 28 mm BW, Bildwinkel gut 180°, Polarisationsfilter. Bearbeitet und Panoramisiert mit Adobe Photoshop-Elements 8 und Lightroom. Beschriftung folgt noch.

Kommentare

An der Schärfe fehlt hier aus meiner Sicht gar nix und mit dem Dunst gibt das eine feine Stimmung.

DT würde immer noch von "fakenews" reden, wenn hier gar keine Gletscher mehr zu sehen wären ...

Wg. 1983: Ja, das galt damals als Jahrhundersommer, der letzte davor war wohl 1976. Aber reihenweise Tage/Wochen über 30° hat es da meiner Erinnerung nach doch nicht gegeben.
06.06.2017 08:56, Dietrich Kunze
Erstaunliche Arbeit!
Gruss Walter
06.06.2017 09:53, Walter Schmidt
Sehr gut geworden! 
Prachtvoll gewesen, damals.
06.06.2017 10:08, Matthias Knapp
Hallo Alexander,
ausgezeichnete Arbeit. Die Schärfe ist wunderbar. Ja die Gletscher haben sich sehr zurückgezogen.

LG
Ralf
06.06.2017 11:19, Ralf Neuland
Sehr gute Qualität für ein Digitalisiertes Dia Foto! Sehr beeindruckend die Eisflächen, ein direkter Vergleich zu heute wäre Interessant!
06.06.2017 16:58, Franz Hallwirth
Als wir 1990 dort waren, mußten wir vorher über den Gletscher gehen, was man heutzutage wohl nicht mehr braucht.
Schön gemachtes Panorama.
Franz, Du brauchst nur auf "... inder Umgebung" zu schauen.
06.06.2017 18:28, Heinz Höra
Sehr ansprechend ausgearbeitet.
06.06.2017 19:38, Leonhard Huber
Ich erinnere mich, dass 1983 bis an den kalendarischen Herbstbeginn heran Hochsommerwetter war und wir im September fast jeden Tag nach der Schule im Bad waren.
06.06.2017 20:44, Arne Rönsch
Da war die Welt noch (fast) in Ordnung, sehr schön dokumentiert Alexander.

VG
Gerhard
06.06.2017 23:24, Gerhard Eidenberger
Sehr schönes Bild!
Das soll jetzt keine Beschönigung sein - trotzdem ein paar Worte zum Thema Klimawandel, der sicher nicht zu leugnen ist, auch wenn der US-amerikanische Präsident was Anderes sagt:
"Pasterze" kommt wahrscheinlich aus dem Slowenischen bzw. Alpenslawischen und bezeichnet ein als Viehweite genutztes bzw. geeignetes Gebiet. (Hier steckt wohl "Pastor", latein. = "Hirte" drin.) Dies legt nahe, dass das Gelände im Hochmittelalter, also vor der "Kleinen Eiszeit", die um 1300 so langsam begann, nicht oder kaum vergletschert war.
Funde von Holz, Torf und Dungpilzen belegen für den Zeitraum 5000 - 1500 v.u.Z. Moorvegetation und Weideland.
Es hat also seit dem Ende der Weichsel- bzw. Würm-Kaltzeit ca. 10.000 v.u.Z. mehrere Phasen gegeben, in welchen große Teile der Alpen nicht vereist waren. Die Bilder, wie wir sie aus vielen Gemälden so aus dem 19. Jahrhundert kennen, als die Gletscher bis in die Täler hinabreichten und Siedlungen bedrohten, entsprechen also nicht unbedingt dem "Normalzustand". Die Hoffnung bleibt: Eine umgedrehte Entwicklung ist durchaus möglich, auch wenn wir solche gewaltigen Gletscher in den Alpen selbst nicht mehr erleben werden ...
Ja, 1983 waren noch andere Zeiten, aber seit der "Wende" har sich eben Vieles verändert auf der Welt ... ;-)
09.06.2017 14:16, Olaf Kleditzsch
Ich bewundere immer wieder die Qualität deiner Diascans, zumal ja auch das Ausgangsmaterial schon über 30 Jahre alt ist.
09.06.2017 15:38, Jörg Braukmann
Danke für diesen historische Dokument. Extrem gut ausgearbeitet!
09.06.2017 21:28, Adri Schmidt
danke für Eure zahlreichen netten Rückmeldungen. Natürlich überspitze ich gerne auch einmal. Olaf hat natürlich recht: es hat schon immer Klimaschwankungen gegeben, sonst hätte es ja nie Kalt- und Warmzeiten gegeben. Die Bemerkungen über das heute nicht mehr vergletscherte Vorfeld der Pasterze sind richtig, genauso wurden am immer noch vergletscherten Theodulpaß bei Zermatt Spuren der Römer entdeckt oder nur der berühmte "Ötzi". Nur sind die Zeichen schon deutlich: wir haben den höchsten Stand an CO2 seit mindestens 300.000 Jahren und die Geschwindigkeit des gegenwärtigen Wandels ist schon mehr als beachtlich. Es gibt sicherlich viele, die sich in Physik besser auskennen: bekanntlich kann Energie nur umgewandelt werden, geht aber nicht verloren. Jede Pflanze und jeder Baum ist vom CO2 ein Nullsummenspiel: während des Wachstums und Lebens wird CO2 aufgenommen und gebunden, durch die Zersetzung und Umwandlung in Humus wird die gleiche Menge CO2 wieder produziert. Und ein kleiner Teil davon wurde über x mal 100.000 Jahre unterirdisch ohne Sauerstoffumwandlung gebunden und in Kohle und Öl umgewandelt. Wenn wir jetzt in wenigen 100 Jahren durch die Verbrennung dieser gespeicherten fossilen Energie diese schlagartig freisetzen, gerät logischerweise der Energiehaushalt durcheinander. Und sinnvolle Möglichkeiten zum Sparen (ohne sich selbst zu kasteien) gibt es allemal ....
LG Alexander
09.06.2017 22:03, Alexander Von Mackensen
Sehr gut gemacht!
VG, Danko.
10.06.2017 08:11, Danko Rihter
Natürlich hast du mit der Geschwindigkeit des Klimawandels und dem Problem der fossilen Brennstoffe recht, Alexander.
10.06.2017 14:30, Olaf Kleditzsch
Ein einzigartiges Dokument!
LG Jörg
19.06.2017 23:14, Jörg Nitz
Dieses Jahr wird alles nur noch schlimmer, so ausgeapert die Gletscher jetzt Ende Juni schon sind ... VG Peter
24.06.2017 15:28, Peter Brandt

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Alexander Von Mackensen

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